Hyper-V Failover Clustering

by DennisKruegel on 02-04-2011 03:44 PM - last edited on 02-22-2011 09:25 AM

Ralf Schnell ist Technical Evangelist bei der Microsoft Deutschland GmbH, Spezialist für Virtualisierung.

Er beschäftigt sich mit dem Thema Hyper-V Failover Clustering – Wie baut man einen Hyper-V Cluster?

 

Welche Vorteile Cluster haben und die technischen Anforderungen sehen Sie hier:

 

 

 

Wichtigster Grund, einen Cluster zu bauen ist die Live Migration: die Möglichkeit, eine virtuelle Maschine zur Laufzeit umzuziehen, ohne eine für den Benutzer wahrnehmbare Unterbrechung herbeizuführen. Ein weiterer Grund sind die Cluster Shared Volumes: die Möglichkeit, dass alle virtuellen Maschinen auf allen Clusterknoten laufen können, was zusätzliche Ausfallsicherheit schafft.

Welche Hardware benötigt man? Hyper-V erfordert 64bit Technologie, außerdem müssen Sie Data Execution Prevention BIOS einschalten. Second Level Address Translation und Large Memory Pages ist nicht  zwingend, aber es beschleunigt Hyper-V. Mit Flex Migration können Sie Ihren Cluster um neuere Prozessoren erweitern und die virtuellen Maschinen können trotzdem noch mit Live Migration hin und her ziehen. Auch Virtual Machine Queueing und Chimney Offload beschleunigen Hyper-V sehr, auch wenn sie nicht notwendig sind. Wenn Sie physikalisch einen Arbeitsspeicher-Adressraum ohne Second Level Address Translation haben, muss dieser zweimal von den Prozessoren manuell übersetzt werden, bis die virtuelle Maschine ihren Arbeitsspeicher- Adressraum hat. Mit Second Level Address Translation kann das die Hardware selbst vornehmen. Ohne Virtual Machine Queueing hat jede Maschine ihren eigenen Adressraum im NIC Treiber und Sie müssen die eingehenden Pakete einmal von der NIC in einen Adressraum für den Host und dann in den Adressraum für die einzelnen virtuellen Maschinen kopieren. Wenn Sie Virtual Machine Queueing  verwenden, sparen Sie CPU Zyklen, da das Ganze auf der Netzwerkkarte stattfindet.

Bei der Entscheidung, welchen Server man nimmt, ist der Arbeitsspeicher ausschlaggebend. Sie brauchen so viel wie möglich, dann I/O, also Netzwerkkarten, Fibre Channel Anbindung und auch den Prozessor.

Separieren Sie bei der Netzwerkkonfiguration unbedingt einen Netzwerk-Port für die Host-Administration und einen für die Cluster-interne Kommunikation. Für iSCSI bitte mindestens einen Port.

 

Beim Betriebssystem gibt es den Microsoft Hyper-V Server 2008 und den Windows Server 2008 R2  mit Hyper-V. Hauptunterschied der beiden ist, dass der Kern des Betriebssystems beim Hyper-V Server kleiner ist, d.h. weniger Angriffsfläche und geringfügig weniger Ressourcenbedarf hat.

 

Mehr Informationen über Hyper-V Cluster finden sie im Link.

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