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Virtualisierung ernst gemeint - Teil 4: Hyper-V QuickMigration versus Live Migration
Aller guten Dinge sind...4! Wie gestern kurz auf Facebook angekündigt, gibt es heute nun den vierten Teil zum Thema Virtualisierung.Im Video verdeutlicht Oliver Basarke die Unterschiede zwischen Hyper-V QuickMigration und LiveMigration und zeigt welche Features des Hyper-V Sie und Ihre Kunden bei der Virtualisierung unterstützen.
Zunächst muss unterschieden werden, welches Betriebssystem uns als Basis für die Virtualisierung dient. Windows Server 2008 hat noch die erste Generation des Hyper-V an Bord und beherrscht lediglich QuickMigration.
Was passiert bei QuickMigration, wenn wir eine Virtual Machine von Host A nach Host B verschieben wollen? Zuerst wird die VM gespeichert, also in den SaveState versetzt. Auf dem Zielhost wird die VM erzeugt und der Speicherinhalt auf die Disc geschrieben. Im nächsten Schritt wird die Storage-Anbindung auf den Ziel-Host umkonfiguriert. Jetzt wird auf dem Zielhost der Speicherinhalt der VM wiederhergestellt und die Virtuelle Maschine gestartet. Bei diesem Vorgang kann es zu einer Dienstunterbrechung zwischen 10 und 60 Sekunden kommen, abhängig von der Größe der VM und der Performance des Storage Systems.
Um diese zu minimieren, bringt Windows Server 2008 R2 mit der zweiten Generation des Hyper-V das Feature LiveMigration mit. Der Speicherinhalt wird der laufenden VM auf den Zielhost repliziert und die VM selbst erstellt. Bei der Migration von Host A nach Host B muss die VM während des Umschaltvorgangs der Storage Anbindung kurz pausiert werden, bevor sie auf dem Zielhost weiter ihren Dienst versieht. Es gibt keine merkliche Unterbrechung der Dienstverfügbarkeit.
Durch das Feature Hot Add/Remove Storage können Sie im laufenden Betrieb den Virtual Machines zusätzlich Hard-discs zuweisen oder diese entfernen, ohne die VMs booten zu müssen. Dies funktioniert für VHDs, die am virtuellen SCSI Adapter hängen. Vorteile: Einfache Storage Erweiterungen bei den VMs ohne Downtime, erweiterte Datacenter Backupszenarien werden so ermöglicht, ebenso wie neue SQL bzw. Exchange Szenarien durch die erhöhte Storage Flexibilität bei den VMs.
Hot Add/Remove Storage können Sie nutzen, indem Sie sich auf die Eigenschaften der Virtuellen Maschine im SCVMM verbinden. Sie können eine neue VHD Datei an den virtuellen SCSI Adapter im laufenden Betrieb anhängen. Diese Festplatte steht dann der virtuellen Maschine unmittelbar danach zur Verfügung. Genauso können Sie vorhandene Festplatten offline nehmen, erweitern und danach wieder dem laufenden Betrieb hinzufügen.
Durch das Feature Cluster Share Volumes erhalten wir einen konsistenten File-Namespace, d.h. alle Windows Server 2008 R2 sehen tatsächlich das gleiche Storage. Die Vorteile: Einfaches Setup unter Verwendung von NTFS, keine Neuformatierung von SANs, großer Datastore, keine Laufwerksbuchstabenzuordung und vorhandene Tools funktionieren nach wie vor. Cluster Share Volumes ist stark empfohlen bei Einsatz von LiveMigration.
Mehr Informationen über Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2008 Hyper-V sowie Applikationsvirtualisierung gibt es unter den hier angegebenen Links.
Wenn Sie mehr über Oliver Basarke wissen wollen, sehen Sie sich seine Videobiographie an.
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