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Windows Server 2008 R2 – Aktivierung in der Befehlszeile
Für viele Anwendungsgebiete eignet sich die schlanke Core-Installation eines Windows Servers hervorragend. Aber auch eine solche muss aktiviert werden und zwar ganz ohne grafische Benutzeroberfläche. Wie kann das bewerkstelligt werden? Dirk Becker erklärt es Ihnen.
Das Software Licensing Management Tool
Abhilfe schafft hier das Software Licensing Management Tool, den meisten von Ihnen bekannt aus dem Clientbetriebssystem Windows 7 als Kommandozeilenbefehl slmgr. Dieses findet sich unter (C:\windows\system32\slmgr.vbs). Mit der bekannten Option -rearm können Sie den anfänglichen Testzeitraum von 60 Tagen zusätzlich dreimal auf insgesamt 240 Tage verlängern. Während dieser Zeit können Sie mit Windows Server 2008 R2 ohne Aktivierung uneingeschränkt arbeiten.
Die Aktivierung eines Servers erfolgt über den Befehl slmgr.vbs –ato, sofern dieser über eine funktionsfähige Internetverbindung verfügt. Haben Sie keine direkte Internetverbindung auf dem Server und verwenden einen Proxy, können Sie diesen über die Anweisung: netsh winhttp set proxy <Proxy>:<Port> auf dem Server eintragen.
Wollen Sie den Server als Volumenlizenz über einen Key Management Server (KMS) aktivieren, verwenden Sie den Befehl cscript windows\system32\slmgr.vbs <Servername> <Benutzername> <Kennwort>:-ato.
Die wichtigsten Optionen von slmgr.vbs finden Sie in nachstehender Tabelle
Einige Optionen für slmgr.vbs
- -ato: Windows online aktivieren.
- -rearm: Den anfänglichen Testzeitraum von 60 Tagen verlängern.
- -dli: Zeigt die aktuellen Lizenzinformationen an.
- -dlv: Zeigt noch weitere Lizenzdetails an.
- -dlv all: Zeigt detaillierte Infos für alle installierten Lizenzen.
Aktivierung per Telefon
Um einen Server lokal über das Telefon zu aktivieren, verwenden Sie den Befehl slmgr -dti. Notieren Sie sich die ID, die der Server generiert, und rufen Sie die Aktivierungsnummer von Microsoft an. Als vorbereitende Maßnahme lassen Sie Sich die Aktivierungs-ID für die telefonische Aktivierung anzeigen.
Der Telefoncomputer fordert Sie auf, die angegebene Installations-ID anzugeben Geben Sie die ID ein und Sie erhalten vom Telefoncomputer eine Aktivierungs-ID. Diese geben Sie mit dem Befehl slmgr -atp <Aktivierungs-ID> ein.
Ein möglicher Stolperstein kann die grundsätzliche Installation darstellen. Haben Sie während der Installation keine Produkt-ID eingegeben, müssen Sie diese nachträglich eingeben. Das erfolgt über den Befehl slmgr -ipk <Produkt-ID>. Anschließend lassen Sie sich über den Befehl slmgr -dti die dazugehörige Aktivierungs-ID anzeigen.
Im Gegensatz zu einem normalen Server wird die Aktivierungs-ID beim Core-Server nicht in den üblichen und bekannten sechs Blöcken dargestellt, weswegen die Anzeige zunächst etwas verwirrt. Bevor Sie also einen Core-Server über Slmgr aktivieren, sollten Sie die Aktivierungs-ID notieren und in Sechserblöcken unterteilen. Anschließend erhalten Sie vom Telefoncomputer die notwendige ID und tragen diese über slmgr -atp ein.
Dieses Vorgehen funktioniert sowohl mit Microsoft Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2. Und das nicht nur mit dem Core-Server, sondern auch mit den ganz "normalen" Installationen. Wie bereits angesprochen ist das Software Licensing Management Tool auch auf Windows 7 und Windows Vista Rechnern verfügbar. Hier gelten die gleichen Befehle, allerdings lässt sich der Registrierungszeitraum hier nur um jeweils 30 Tage verlängern.
Weitere Informationen
Alle Befehle des Software Licensing Management Tool finden Sie im Microsoft TechNet. Weiterhin finden Sie hier eine Auswahl möglicher Core-Server Befehle. Weitere Informationen zu Windows Server 2008 R2 generell gibt es auf der Produktseite
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