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Windows Server 2008 R2 SP1 – Neue Möglichkeiten zur Virtualisierung

Diesmal steht nicht Oliver Basarke vor der Kamera, sondern sein Kollege und Geschäftsführer von der Viritim Systemhaus GmbH Dirk Becker. Dirk arbeitet ebenfalls als PreSales Consultant bei Microsoft Deutschland und stellt uns in diesem Video die neuen Möglichkeiten zur Virtualisierung mit Windows Server 2008 R2 SP1 vor.

 

 

 

SP1 für Windows Server 2008 R2


Windows Server 2008 R2 baut auf dem bewährten Fundament von Windows Server 2008 auf und erweitert die darin enthaltenen Technologien und Funktionen. Diese ermöglichen es Unternehmen, die Zuverlässigkeit und Flexibilität ihrer Serverinfrastrukturen zu verbessern. Mittlerweile steht das Service Pack 1 (SP1) für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 zum Download bereit. Hiermit bringen Sie Ihre Windows-Systeme auf den neusten Stand. Aber was genau bringt das SP1 für Windows Server 2008 R2?

 

Microsoft bietet das SP1 von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 in einem gemeinsamen Paket zum Download an, um die Bereitstellung zu vereinfachen und kosteneffizient zu gestalten. Die beiden Schlüsselfunktionen für Windows Server 2008 R2 sind Dynamic Memory und RemoteFX. Insbesondere für das virtualisierte Rechenzentrum und für Hosted Desktops ist das ein wichtiger Meilenstein, denn mit Dynamic Memory kann die Anzahl Virtueller Maschinen auf Hyper-V Hosts deutlich erhöht werden. Mit RemoteFX können nun auch anspruchsvolle Grafik-Arbeitsplätze virtualisiert werden.

 


Dynamic Memory


Windows Server 2008 R2 Hyper-V führt mit dem Windows 7 SP1 und Windows Server 2008 R2 SP1 eine neue Funktion ein, die Dynamic Memory genannt wird. Mit Dynamic Memory erhalten IT-Administratoren die Möglichkeit, die auf einem physischen Host verfügbaren Arbeitsspeicherbereiche zusammenzufassen und diesen Speicher dann anhand des aktuellen Arbeitsaufkommens dynamisch an virtuelle Maschinen zu verteilen. Mit dieser Erneuerung wird die Memory-Konfiguration einer virtuellen Maschine (VM) einfacher, indem jeweils ein Start- und Maximalwert definiert wird und zukünftig die Zuweisung dynamisch erfolgt. Die VMs teilen dem Hypervisor jeweils den Memory-Bedarf mit – verfügt dieser über genügend Memory, so kann anschließend die VM darüber verfügen. Wichtig, Dynamic Memory ist ein “Over-Subscription” und kein “Over-Commit” Feature. Das heisst, es kann nicht mehr Memory verwendet werden, als der Hyper-V Host bereitstellen kann, sprich physikalisch vorhanden ist! Ein kleines Beispiel zum Unterschied der beiden Features: Over-Subscription ist, wenn eine Fluggesellschaft zu viele Flugtickets für den gleichen Flug verkauft hat. Over-Commit ist, wenn all diese Personen auch auftauchen.

 

Wie funktioniert das? Eine VM startet mit einem Minimalwert an Memory, zum Beispiel 512 MB. Sobald der Memory-Bedarf steigt und mehr Ressourcen benötigt werden, bezieht ein “Virtual Service Consumer” (VSC) Driver, zusätzlichen Speicher vom Hyper-V Host und weist diesen der VM zu.

 

Sobald eine VM diesen Speicher nicht mehr benötigt, kommt das “Ballooning” zum Zug. Da nur die wenigsten Gastbetriebssysteme damit umgehen können, dass im laufenden Betrieb Speicher weggenommen wird, muss bei Dynamic Memory eine andere Methode angewendet werden. Damit der erforderliche Speicher nicht mehr für das Betriebssystem verfügbar ist, reserviert der VSC dieses einfach. Da das Gastbetriebssystem dies nun nicht mehr belegen wird, gibt der VSC das freie / ballooned Memory dem Host zurück, damit dieser anderen virtuellen Maschinen bereitgestellt werden kann.

 


RemoteFX


Das zweite wesentliche Feature, RemoteFX, als eine Schlüsselfunktion der Remotedesktopdienste, gestattet es IT-Administratoren, Endbenutzern über virtualisierte Desktops eine herausragende grafische Leistung zur Verfügung zu stellen. Das Besondere dabei ist, dass hier die  Grafikverarbeitung nun auf dem Server und nicht mehr auf dem Client stattfindet. Zur Erläuterung, RemoteFX ist kein eigenständiges Remoting-Protokoll, sondern eine Erweiterung des Remote Desktop-Protokolls (RDP), die es ermöglicht, für Hosted Desktops Hardware-beschleunigte 3D-Grafik nutzbar zu machen.

 

Die Technologie dafür stammt von der Firma Calista, die Microsoft vor etwa 2 Jahren gekauft hat. Da es hier um Hardware-Beschleunigung geht, funktioniert RemoteFX mit allen Applikationen, egal, ob diese Silverlight, Flash oder andere Technologien benutzen, um auf den Grafikprozessor zuzugreifen. Apropos Grafikprozessor: RemoteFX benötigt im Hyper-V Host einen leistungsfähigen Grafikchip. Die Server-Hersteller arbeiten bereits an entsprechenden Angeboten, denn bislang zeichnen sich Server ja nicht gerade durch ihre Grafikleistung aus. RemoteFX ist so ausgelegt, dass es für das Codieren und Decodieren die Leistung von CPU, GPU oder spezialisierten Chips flexibel kombinieren kann. Ist die Grafikausstattung des Servers ungeeignet und fehlt ein dedizierter Chip für RemoteFX, dann fungiert es als reine Software-Engine, die ihre Rechenleistung von der CPU bezieht.

 

Auf der Desktop-Seite funktioniert RemoteFX dagegen auch mit Thin Clients. Ist im Desktop eine leistungsfähige Grafikkarte vorhanden, wird diese für RemoteFX genutzt. Ist das nicht der Fall, übernimmt der RDP-Client diese Aufgabe. RemoteFX benötigt natürlich mehr Bandbreite als das aktuelle RDP v7-Protokoll. Die erste Version von RemoteFX in Windows Server 2008 R2 SP1 ist für LANs ausgelegt. Wenn man für die Remote Desktop Connection ein anderes Netzwerkprofil als LAN auswählt, dann ist unter dem Reiter "Erweitert" die Option "RemoteFX" sogar ausgegraut. Wählt man das Profil "LAN" und nutzt damit aber eine WAN-Verbindung, dann prüft RDP dies nicht und aktiviert RemoteFX. Das Benutzererlebnis hängt dann von der Geschwindigkeit und Latenz der Leitung ab. Dieses Szenario wird von Microsoft allerdings vorerst nicht unterstützt.

 

Theoretisch steht RemoteFX allen Anbietern von virtuellen Desktop-Systemem (VDI) zur Verfügung, weil RemoteFX mit dem SP1 als Teil von Windows 7 und Server 2008 R2 ausgeliefert wird. Die Virtualisierung der GPU gibt es jedoch nur unter Hyper-V, so dass VDI-Systeme wie VMware View, die einen anderen Hypervisor voraussetzen, RemoteFX nicht nutzen können. Auch Citrix kann bis dato RemoteFX nur mit XenDesktop auf Basis von Hyper-V einsetzen.

 

 

Weiterführende Informationen


 

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About the Author
  • Dennis is Digital Marketing Lead and ensures the delivery of fresh new content for the German Coffee Coaching Blog and the German Converged Infrastructure Blog as well as connecting the community with the SMEs in HP.
  • My Career: Merketing/Communications My Passion: Graphic arts / travel
  • Moira is a strategist who has done marketing for the technology industry for over a decade. She enjoys cycling and has ridden across America, down the Pacific Coast and along the Danube.
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