Windows Server 2008 R2 - Virtualisierung mit MED-V

by DennisKruegel on 02-15-2012 02:16 PM - last edited on 02-15-2012 02:16 PM

Heute erläutert Ihnen Dirk Becker, was unter dem Begriff MED-V zu verstehen ist. Hinter dem Begriff MED-V verbirgt sich die Virtualisierung von Desktops. Microsoft Enterprise Desktop Virtualization (MED-V) ist eine Hauptkomponente des Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) for Software Assurance und ermöglicht die Bereitstellung und Verwaltung von Microsoft Virtual PC-Windows-Desktops für wichtige Unternehmensszenarien. In erster Linie unterstützt MED-V Unternehmen beim Upgrade auf die aktuelle Version von Windows, auch wenn einige Anwendungen unter dieser Version noch nicht funktionieren oder nicht unterstützt werden.

 

 

 

 

Funktionsweise von MED-V

 

Microsoft Enterprise Desktop Virtualization (MED-V) wandelt Betriebssysteme in zentral verwaltete Dienste um, die überall und jederzeit zur Verfügung stehen - ganz unabhängig von der lokalen Desktopkonfiguration und dem eingesetzten lokalen Betriebssystem.

 

MED-V bildet dabei einen Client-Desktop virtuell nach. Hierzu wird auf dem Client eine eigene Virtualisierungsschicht gestartet. MED-V baut auf Virtual PC auf, womit zwei Betriebssysteme auf einem Gerät ausgeführt werden können. Hinzu kommen die Bereitstellung virtueller Abbilder, die richtlinienbasierte Bereitstellung und die zentrale Verwaltung. Diese zweite Schicht integriert sich dabei in das eigentliche Desktopbetriebssystem, so dass nach außen nicht sichtbar wird, dass auf dem Gerät eigentlich zwei unterschiedliche Betriebssysteme und Desktops laufen.

 

 

Mit MED-V Inkompatibilitätsprobleme lösen

 

Die Inkompatibilität von Anwendungen mit neueren Versionen von Microsoft Windows kann zu Verzögerungen bei der Aktualisierung des Betriebssystems führen. Das Testen und Migrieren von Anwendungen kann sehr zeitaufwendig sein, und in dieser Zeit können die Benutzer nicht die Funktionen und Verbesserungen nutzen, die das neue Betriebssystem bietet. Durch die Bereitstellung von Anwendungen auf einem virtuellen Computer, auf dem eine frühere Version des Betriebssystems (z. B. Windows XP) ausgeführt wird, räumt MED-V die Hindernisse, die Betriebssystemupgrades verhindern, aus dem Weg.

 

Dadurch ist es auch möglich, auf einem Rechner auf dem Windows 7 als Host-System installiert ist, auch Windows XP-Applikationen einzubinden. Jedes dieser Anwendungssysteme hat dabei seine eigene Laufzeitumgebung. Der Benutzer bemerkt dabei nicht, ob es sich bei dem gestarteten Programm um eine Windows 7 oder XP-Anwendung handelt.

 

 

Vorteile von MED-V

 

MED-V bietet mehrere Vorteile: Mit entsprechend konfigurierten virtuellen Maschinen ist es relativ einfach, veraltete, aber unternehmenskritische Programme weiter zu betreiben – selbst wenn sie auf dem eigentlichen Betriebssystem nicht mehr laufen würden. Praktisch ist es auch, wenn man virtuelle Maschinen vorbereitet und sie freien Mitarbeitern oder externen Beratern als sicheren Zugangspunkt in das Unternehmensnetz bereitstellt. Denn innerhalb von MED-V kann man den Zugriff gemäß der Unternehmensrichtlinien einschränken.

Selbst wenn der Anwender also die volle Kontrolle über den physikalischen PC hat, in der virtuellen Umgebung hat er nur die Rechte, die der Admin ihm einräumt. Die virtuellen Maschinen selbst lassen sich mittels MED-V verschlüsseln, ebenso wie der Traffic zwischen virtueller Maschine und Server.

 

Welche Vorteile bietet Microsoft Enterprise Desktop Virtualization konkret?

 

  • Die Zentrale Erstellung, Bereitstellung und Aktualisierung von Virtual PC-Abbildern im gesamten Unternehmen.
  • Die Bereitstellung von virtuellen Abbildern und Benutzerrichtlinien in Übereinstimmung mit Unternehmenszugehörigkeit und Anforderungen.
  • Die Beschleunigung von Upgrades auf ein neues Betriebssystem für Desktops; ältere Anwendungen werden in einer virtuellen Umgebung mit einer früheren Betriebssystemversion weiterhin ausgeführt.

MED-V 1.0 ist ausschließlich als Bestandteil des Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) verfügbar und kann deshalb nur im Rahmen von Software Assurance (SA) erworben werden.

 

 

Neue Möglichkeiten durch Desktopvirtualisierung

 

Die Desktopvirtualisierung wird weiterhin neue Möglichkeiten eröffnen, die Flexibilität bei der Verwendung von Desktopcomputern zu steigern. Es ist geplant, dass in zukünftigen Versionen MED-V zusammen mit der neuen VECD-Lizenzierung verwendet werden kann, um ein Virtual PC-Unternehmensabbild auf "nicht verwalteten" PCs bereitzustellen. Dies soll Organisationen dabei unterstützen, den Forderungen der IT nach Steuerung und den Forderungen der Benutzer nach Flexibilität Rechnung zu tragen.

 

 

Weitere Informationen

 

 

 

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  • My Career: Merketing/Communications My Passion: Graphic arts / travel
  • Lucy is a WW Product Manager for Windows on ProLiant. She's been in Marketing Alliance Manager, Project Manager, and Sales representative roles for HP/Compaq. Microsoft Server Products has been a focus area for her for 15 years.
  • Moira is a strategist who has done marketing for the technology industry for over a decade. She enjoys cycling and has ridden across America, down the Pacific Coast and along the Danube.