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Windows Storage Server 2008 R2 - Überblick
Im heutigen Video möchte Oliver Basarke Ihnen die Windows Storage Server 2008 R2 Familie ein wenig näher bringen und und Ihnen die Vorteile dieser Serverprodukte erläutern.
Wachsende Herausforderungen
Die Kunden stehen im Bereich Storage vor wachsenden Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen ist die Zunahme von Benutzern und Daten. Immer mehr Inhalte werden digitalisiert und abgespeichert, was in einer exponentiellen Zunahme des notwendigen Speicherplatzes resultiert. Distributed Computing und heterogene Umgebungen in der Kombination mit immer mehr mobilen Arbeitsplätzen und der Notwendigkeit, immer und überall auf die Unternehmensdaten zugreifen zu können, zählen ebenfalls zu den Herausforderungen einer modernen IT. Leider wächst aber das zur Verfügung stehende Budget nicht mit, sondern ist meist ziemlich begrenzt.
Was ist Windows Storage Server?
Um diese Herausforderungen zu meistern, kann Ihnen die Windows Storage Server Familie helfen. Die interessante Frage ist: Was ist denn ein Windows Storage Server? Die Antwort ist ganz einfach: Nehmen Sie einen Windows Server 2008 R2, fügen Sie zusätzliche Funktionen hinzu wie z.B. Microsoft iSCSI Software Target, Single Instancing of Files, eine anpassbare Konfiguration des Out of the Box Experience - also dem Bildschirm für die ersten Schritte - inklusive heterogenem Management, und kombinieren Sie all diese Eigenschaften mit einer Qualitäts-OEM Hardware – Das ist Windows Storage Server. Der Windows Storage Server ist ein Windows NAS Device, eine Appliance für dedizierte File-, Block- und Print-Workloads, optimiert für eine effiziente Speicherverwaltung, kostengünstiges File-Serving und damit ideal für eine Storage Konsolidierung.
Die OEM Partner liefern eine vorkonfigurierte Hardware mit integrierter Software sowohl für eine schlanke, als auch eine Hochverfügbarkeitskonfiguration.
Windows Server 2008 R2 oder Windows Storage Server 2008 R2?
Je nach Kundenanforderungen wählt man die passende Storage Lösung aus. Für einige Bereiche kann sowohl der normale Windows Server 2008 R2 als auch ein Windows Storage Server 2008 R2 eingesetzt werden, wie z.B. bei der Fileserver Konsolidierung, als Server für Line of Business Applikationen oder als Gateway für ein vorhandenes SAN. Werden zusätzlich Windows Infrastruktur-Rollen, wie z.B. DNS oder RDS benötigt, ist der Windows Server 2008 R2 die richtige Wahl. Er benötigt allerdings CALs, bietet jedoch flexible Installations- und Konfigurationsoptionen. Geht es eher um eine vorkonfigurierte Appliance, ein vereinfachtes Hochverfügbarkeits-Setup bzw. den Zugriff auf Daten via iSCSI, dann ist der Windows Storage Server die richtige Lösung.
Verschiedene Editionen von Windows Storage Server 2008 R2
Die Windows Storage Server Familie bietet Lösungen für alle Zielgruppen an:
Für den KMU Bereich gibt es den Windows Storage Server 2008 R2 Essentials oder den Windows Storage Server 2008 R2 Workgroup. Beide Editionen enthalten CALs für bis zu 25 Benutzer und bieten ein vereinfachtes Setup an. Der Windows Storage Server 2008 R2 Essentials bietet zusätzlich ein Vereinfachtes Backup & Recovery für Client-Systeme, PC und MAC an – bekannt vom Windows Home Server oder dem Windows Small Business Server 2011 Essentials. Auch bringt diese Edition ein Remote Web-Access Portal mit. Die Workgroup Edition beinhaltet den Block-Storage und iSCSI Software Target.
Für etwas größere Umgebungen gibt es das Scale UP NAS mit dem Windows Storage Server 2008 R2 Standard. Dieser enthält alle Workgroup Features plus unbegrenzte Kapazität und Benutzeranzahl, eine Branchoffice Unterstützung im Zusammenspiel mit Read Only Domain Controller, DNS, DHCP und WINS Support. Der Storage ist mit der Funktionalität Single Instance Storage – kurz SIS auf entsprechende Effizienz ausgelegt.
Geht es in den HA Bereich, dann ist der Windows Storage Server 2008 R2 Enterprise das Produkt ihrer Wahl. Er bringt neben allen Features der Standard Edition zusätzlich noch die Unterstützung für High Availability, vereinfachte Cluster Installation sowie verbesserte Bandbreitennutzung und Netzwerkdurchsatz durch Branch-Cache mit.
Das Fundament für den Windows Storage Server
Die Storage Server Familie baut letzlich auf 3 Säulen auf: Built on Windows Server 2008 R2 mit heterogenem File Access via SMB 2.1 File Services und den NFS File Services, den High Availability File Services mittels Windows Failover Clustering und dem Advanced Data Management durch File Classification Technologie.
Advanced Storage Technologies beinhaltet Block Data Storage mit Microsoft iSCSI Software Target und File Deduplication durch den Single Instance Storage.
Simplified Deployment and Management ist der dritte Bereich durch WebRPD Remotemanagement, dem Initial Configuration Task Window und dem Simplified 2 Node Cluster Setup.
Single Instance Storage für die Deduplizierung
Um zu verstehen, wie die Windows Storage Server die Deduplizierung realisieren, werfen wir einen Blick auf die dazu eingesetzte Technologie – Dem Single Instance Storage. Die Deduplizierung erfolgt beim SIS nicht auf Block-, sondern auf File Ebene. Der SIS identifiziert vorhandene Dateiduplikate und platziert dann anschließend eine Kopie dieser Datei im SIS Common Store. Die vorhandenen Duplikate im Ordner der Benutzer werden durch sogenannte Reparse Point und Sparse Files ersetzt, die Links zur im SIS Common Store abgelegten Original Datei beinhalten.
Zugriff auf die Daten des Windows Storage Servers
Wie kommt man nun an die Daten – sprich an den Speicher des Windows Storage Servers? Dies wird über eine iSCSI Verbindung mittels Microsoft iSCSI realisiert. iSCSI ist letztlich ein IP basierter Storage Networking Standard, um den Speicher von Storage Einheiten zu verbinden. Man benötigt dazu die iSCSI Targets, die Instanzen des Hard-Disk Storage über IP bzw. Ethernet verbunden werden können. Die definierten iSCISI Software Targets auf dem Windows Storage Server lauschen auf sogenannte Initiator Commands und führen die notwendigen I/O Operationen durch.
Also verbindet man sich von einem Clientsystem – das kann natürlich auch ein Server sein – mit Hilfe des iSCSI Initiators zu dem gewünschten iSCSI Target und bindet somit das angebotene Laufwerk vom Storage Server lokal auf diesem System ein.
Windows Storage Server 2008 R2 Essentials
Die Windows Storage Server Familie hat ja Zuwachs bekommen: Den neuen Windows Storage Server 2008 R2 Essentials. Die Zielgruppe der Essentials Edition ist das Small Business NAS Marktsegment. Die Essentials Edition hat die gleiche Code-Basis wie Small Business Server 2011 Essentials und der Windows Home Server 2011. Damit ergeben sich auch ähnliche Einschränkungen: Der Windows Storage Server 2008 R2 Essentials kann kein Domänencontroller sein, er darf aber selbstverständlich ein Mitglied der Domäne werden. Er bringt Unterstützung für die Windows Home Groups mit und identifiziert sich im Netzwerk als UPNP Gerät. Neben der Möglichkeit, verschiedene Daten auf diesem System abzuspeichern, bringt er außerdem die vom WHS2011 und dem SBS2011 Essentials bekannte Client-Backup & Recovery Funktionalität mit und enthält ebenso Remote WebAccess, Media-Streaming, Health Monitoring und die Erweiterbarkeit durch Add-Ins. Einzig und allein das Home-Server TV Archiv ist nicht enthalten.
Der Windows Storage Server 2008 R2 Essentials ist für maximal 25 Benutzer ausgelegt, die entsprechenden CALs sind inkludiert. Er unterstützt lediglich 1 CPU Socket und maximal 8 GB Arbeitsspeicher. Es können insgesamt 10 Festplatten verwaltet werden, davon maximal 4 interne. Die Rolle des Hyper-V steht diesem Server nicht zur Verfügung, er kann aber sehr wohl mittels Hyper-V virtualisiert werden. Erlaubt sind maximal 50 TS-Gateway Verbindungen, 10 IAS Verbindungen und 50 RRAS Verbindungen. Für Verbindungen via SMB gibt es keine Begrenzung. Erhältlich ist die Windows Storage Server 2008 R2 Essentials Edition ausschließlich nur über OEMs als Hardwarebox.
Nachdem der Windows Storage Server 2008 R2 Essentials fertig installiert bzw. konfiguriert ist, können die Clients auf den Server über den Connect Computer Wizzard verbunden werden. Dies erfolgt durch das Aufrufen der entsprechenden URL im Browser.
Nach erfolgreichem Ausführen des Verbindungs-Assistenten steht auf dem Client das Windows Storage Server 2008 R2 Dashboard zur Verfügung, das auf dem gleichen Framework wie Small Buisiness Server 2011 Essentials basiert. Der einzige Unterschied ist bei der Benutzerverwaltung.
Über das Remote Web Access Portal des Storage Servers können die berechtigten Benutzer sich auch aus dem Internet – wenn dies gewünscht und konfiguriert ist – anmelden und die Funktionen des Systems effektiv nutzen.
So können sich die Benutzer z.B. remote auf die internen Systeme aufschalten, auf die freigegebenen Ordner des Storage Servers zugreifen und dort auch Dateien hochladen.
Weiterführende Informationen
Weiterführende Informationen finden Sie auf den folgenden Produktwebseiten für die Windows Storage Server 2008 R2 Familie:
Windows Storage Server 2008 R2 Technical Library:
http://technet.microsoft.com/en-us/library/gg23266
Microsoft iSCSI Software Target 3.3 Technical Library:
http://technet.microsoft.com/en-us/library/gg23260
Storage Server 2008 R2 References:
http://blogs.technet.com/b/storageserver/archive/2
Microsoft Storage Team – File Cabinet:
http://blogs.technet.com/filecab
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