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Desktop-Virtualisierung – Fünf Hinweise für eine komplexe Implementierung
Terry White ist ein HP Fellow und Enterprise Architect im Software Platforms & Methodologies Team des HP ES Chief Technology Office und ist auch Autor auf dem HP Innovation Blog - The Next Big Thing (englisch). In mehr als 25 Jahren in der IT-Branche hat er schon an vielen herausfordernden Situationen gearbeitet, in welcher er die Zusammenarbeit zwischen kaufmännischen und IT-Führungskräften erfolgreich gefördert hat. In der letzten Zeit war er überwiegend als System Integrator aktiv, in welcher er über Unternehmensgrenzen hinweg und mit verschiedenen Anbietern gearbeitet hat, um die Vorteile von technologischen Neuerungen für die Kunden nutzbar zu machen. Letztes Jahr war er in eine sehr komplexe Implementierung einer Desktop Virtualisierung bei einem Kunden involviert, in welcher eine komplette HP-Lösung eingeführt wurde (die Software kam von Partner-Anbietern). In diesem Beitrag berichtet er von seinen Erfahrungen:
Derzeit ist die Desktop-Virtualisierung ein hochaktuelles Thema. Jede Woche erhalte ich E-Mails, Artikel und Einladungen zu Webinars zu diesem Thema. Mit dieser Technologie können Sie die Kosten senken, die Sicherheit erhöhen und ermöglichen einen sicheren Fernzugriff von diversen Endgeräten. Oberflächlich betrachtet erscheint die Implementierung als nicht komplex – die Verwandlung Ihrer Desktops in virtuelle Maschinen und Fernzugriff auf Diese über ein Endgerät. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? Aber nachdem ich bis vor kurzem an einer groß angelegten Implementierung einer Desktop-Virtualisierung gearbeitet habe, konnte ich einige wichtige Hinweise sammeln, welche nicht übersehen werden dürfen.
Wenn Sie die vollständige Kontrolle über Ihre Einsatzumgebung haben, d.h. wenn sich alle Ihre Infrastrukturkomponenten am selben Ort und im selben Netzwerk befinden, Sie Root Access haben, und es sich bei all Ihren Endnutzeranwendungen um entweder webbasierte Anwendungen oder Standard-Büroanwendungen handelt, dann ist die Implementierung eines virtuellen Desktops einfach.
Wenn Sie aber nicht die absolute Kontrolle über Ihre Einsatzumgebung haben, was für die meisten von uns der Fall ist, und Sie müssen sich mit einer bunten Vielfalt an Software-Anwendungen auseinandersetzen, dann sollten Sie weiterlesen.
- Die meisten Desktop-Computer befinden sich in einem Büro. Die meisten Desktop-Virtualisierungsimplementierungen werden sich in einem Rechenzentrum befinden. Rechenzentren sind gut zum Betreiben von Servern. Desktop Management ist anders als Server-Management. Einige Punkte, welche man zusammen mit dieser Erkenntnis berücksichtigen sollte sind: die Trennung des Netzwerks in Virtual Desktop Infrastructure-Server und Virtual Desktop Guests, dynamische IP-Addressierung (z.B. DHCP-Übertragung), Management-Tools, End-to-End Monitoring, und eine Reihe an Kontrollen für die Desktop Support Organisation.
- Die meisten Endnutzeranwendungen gehen von einer physischen Desktop-Implementierung aus. Ein Beispiel, warum dies ein wichtiger Aspekt ist: Einige Endnutzeranwendungen erstellen während der Programmausführung Log-Dateien auf dem Desktop-Computer. Diese können zur Fehlerbehebung verwendet werden. In einem nicht persistenten virtuellen Desktop, in welcher der Desktop zwischen den Nutzungen neu gestartet wird, würden diese Dateien verloren gehen. Wenn sie Anwendungen solcher Art haben, sollten Sie eine zentralisierte Logdateilösung oder andere Mechanismen in Erwägung ziehen, um diese Daten zu behalten.
- Einige Anwendungen verbinden sich zu Backend Information- oder Verarbeitungsressourcen – Eine Datenbank, eine Message Queue, ein Dateisystem, ein Ausführungscontainer, eine Ressource (URL/URI), etc. Einige dieser Anwendungen speichern den Standort der Backend Location in einer Konfigurationsdatei auf dem physischen Desktop. Ein physischer Desktop kann vorkonfiguriert sein, weil Sie seinen Standort und seine potentiellen Nutzer kennen. Virtuelle Desktops werden typischerweise von einem Pool an gestarteten virtuellen Maschinen geliefert. Sie wissen nicht, wer sie nutzt und von welchem Ort. In unserem Fall haben wir verschiedene Anwendungs-Backend-Möglichkeiten, welche sich an verschiedenen Bürostandorten befinden. Wir mussten eine Methode entwickeln, welche mit dem Nutzer-Logon dynamisch festlegen, mit welchem Backend die Anwendungen kommunizieren sollen und dann deren Konfiguration mit der entsprechenden Information aktualisieren. Idealerweise sollte Ihre Anwendungskonfigurationsinformation in einem Verzeichnis oder einer Datenbank hinterlegt werden. Wenn Sie allerdings für die Festlegung auch den Ort des Nutzers oder Workgroup-Informationen brauchen: Diese Information ist nicht verfügbar bis sich ein Nutzer an einem virtuellen Desktop anmeldet. Selbst unter Berücksichtigung dieses Aspekts ist es nicht immer einfach, an die Information zu gelangen, da sie von einem physischen Gerät, welche auf den virtuellen Desktop zugreift, übermittelt werden muss.
- Traditionelle Desktop Management-Lösungen sind auf den Support von vielen einzelnen physischen PCs ausgerichtet. Das Problem war bisher, dass Sie viele physikalische PCs hatten und jeder einzelne PC musste individuell verwaltet werden. Das ist eine Mammutaufgabe. Der traditionelle Desktop Management-Ansatz erstellt für jeden Desktop und/oder Nutzer ein Zugangsberechtigungsprofil und stellt sicher, dass der Desktop immer mit diesem Profil übereinstimmt und dass alle individuellen Patches und Antivirusdateien aktualisiert sind. Mit einem Virtual Desktop-Ansatz können Sie ein einziges virtuelles Disk Image erstellen, welches mit einer großen Zahl an Nutzern geteilt wird und welches mit jedem Neustart des virtuellen Desktops erneuert wird. Das verringert das Problem, zur Verwaltung von nur einigen wenigen Images für tausende Mitarbeiter. Der Trick ist, dies auf einige Basis-Images zu beschränken. Diese Images werden von mehr als einem Disk-Standort gestreamt und sie müssen ständig synchronisiert werden. Sie haben eine Größe von 10GB bis 30GB. Die Verwaltung jedes einelnen Basis-Images kann ein zeitraubender Prozess sein. Wenn Ihre Nutzerbasis sehr unterschiedlich zusammengesetzt ist, sollten Sie darüber nachdenken, zur Lösung die Applikationsvirtualisierung hinzuzufügen, um einzigartige Nutzerprofile unterstützen und eine geringe Anzahl an gemeinsam verwendeten Basis-Images zu unterhalten.
- Nochmal zur Wiederholung – die meisten Desktop Computer befinden sich im Büro. Zusammen mit den physikalischen Desktops befinden sich typischerweise noch eine Reihe anderer Komponenten im Büro, welche die Desktop-Infrastruktur unterstützen. Dazu gehören Datei-/Druckserver, E-Mail-Server, von Nutzern gemeinsam verwendete Laufwerke, Nutzerprofile, Active Directory Domain Controller, etc. Für die virtuelle Desktop-Lösung wäre es am liebsten, wenn diese Komponenten geordnet aufgestellt sind, um Latenzzeiten zu vermeiden und die Performance aufrecht zu erhalten. Ziehen Sie in Erwägung, diese Komponenten mit Ihrer virtuellen Desktop-Infrastruktur zu konsolidieren, um sowohl Skaleneffekte zu erzielen als auch die Performance aufrecht zu erhalten.
Hoffentlich helfen diese Erkenntnisse, dass andere Implementierungen von Desktop-Virtualisierungen reibungslos verlaufen. Dies waren Situationen, die nicht in den typischen Installationsanleitungen behandelt werden. Desktop-Virtualisierung ist eine vielversprechende Technologie, welche für viele Situationen angewendet werden kann.
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Als ein Mitarbeiter von Dell ich denke, dassIhr Artikel ist wirklich sehr nützlich. Nach meiner Meinung in Informatik Virtualisierung bedeutet Einrichtung von eine virtuelle Version von Ressourcen oder Geräte wie Servers, Speichergeräte, Netzwerke als auch Betriebssysteme so,dass das Framework teilt die Ressourcen in einem oder mehreren Ausführungsumgebungen. In Kürze, Abstraktion von Computer ist der Kern von Virtualisierung.





