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Mission Critical Computing ohne Labels
Kirk Bresniker ist Vice President / Chief Technologist für HP Business Critical Systems. In seinem Blog erläutert er die Vorteile einer perfekt aufeinander abgestimmten Infrastruktur, welche nicht mehr auf die auf Hardware geklebten Labels wie das folgende Beispiel angewiesen ist:
Ich habe sie auf der ganzen Welt in Rechenzentren und Verteilerräumen angetroffen. Beständig arbeitende HP-UX Plattformen, die von mir während der letzten 20 Jahre installiert wurden. Manche von ihnen haben durch herumrollende Materialwagen Kratzer und Abnutzungserscheinungen. Und manch andere haben mehr als genug Staub in den Lüftungsschlitzen. Aber was ich auch immer wieder gesehen habe ist ein Label. Einer dieser Aufkleber mit den weißen Buchstaben, welche man mit einem kleinen Handdrucker mit einer Wählscheibe von A bis Z druckt. Drehen-Klicken-Drehen-Klicken. E-R-P--D-A-T-A-B-A-S-E oder G-E-N-E-R-A-L--L-E-D-G-E-R. Es handelt sich um geschäftskritische Infrastruktur: entscheidend für die Produktion, entscheidend für die Einnahmen, entscheidend für die Compliance.
Und es ist soviel mit diesem Aufkleber verbunden.
Was ist damit verbunden? Raumfläche. Energie. Menschen. All jene Ressourcen sind damit verbunden, aus einer Zeit, als eine geschäftskritische Infrastruktur noch als alleinstehendes System oder alleinstehende Anwendung beschafft und vom ersten Tag an für den kompletten Lebenszyklus bereitgestellt wurde. Dieses System benötigte zur Wartung besondere Prozesse, Prozeduren und Reparatur-Komponenten. Sicher, es funktioniert noch genauso gut wie am ersten Tag. Aber es funktioniert auch nicht besser als es damals tat. Und das ist einfach nicht mehr gut genug.
Warum dann in der Vergangenheit verharren? Die Antwort: Risiko. Das Risiko der Veränderung. Die Sorge, dass sich die Investition nicht auszahlt. Also bleibt das System einfach so, wie es ist. Aber die unnachgiebigen Rufe nach Kostenreduzierung werden immer lauter. Und wenn man an so einem Label vorbeigeht und dann an all die damit verbundenen IT-Resourcen und Arbeitskräfte denkt, dann könnte man denken, dass man trotz all dieser Risiken etwas dagegen tun sollte. Aber was soll man machen, wenn man es sich nicht leisten kann, etwas zu ändern, aber ebensowenig nichts zu tun?
An diesem Punkt stellt die Technik hinter unseren neuen Mission Critical Converged Infrastructure Produkten das wirtschaftliche Gleichgewicht von HP-UX auf den Kopf. Der Kern unserer Mission Critical Converged Infrastructure sind unsere BladeSystem und Superdome 2 Produkte. Blade Server gibt es nun schon eine ganze Weile. Ich arbeitete ab 1997 an der Entwicklung von Blades. Aber einige Leute assoziieren Blade Server immer noch nicht mit geschäftskritischer Infrastruktur. Im Fall der HP BladeSystem C-Klasse war der geschäftskritische Support schon von Anfang an Teil der Plattform.
Für die Entwicklung der BladeSystem C-Klasse arbeiteten Technologen vom ProLiant Team eng mit den Konstrukteuren der Integrity und NonStop Teams zusammen. Das beste der marktführenden, weitverbreiteten und auf Industriestandards basierenden EDV verbunden mit dem Besten der geschäftskritischen EDV. Das kombinierte Team erschuf die BladeSystem C-Klasse, welche ab Mitte 2006 ausgeliefert wurde. Wegen der Langzeitsupport-Zyklen für die fehlertoleranten Integrity und NonStop Plattformen dauerte es ein bisschen länger, bis wir die Überführung unserer Integrity und NonStop Produktlinien abschließen konnten, um diese Investition nutzen zu können. Mit der Ankündigung der NonStop BladeSystem Architektur schloss NonStop die Überführung als erstes ab. Aber mit unseren neuen Integrity BladeSystem i2 Blades und Superdome 2transferierten wir auch den Rest der geschäftskritischen Umgebungen von HP zur BladeSystem-basierten Technik.
Wozu das alles? Zur Vereinheitlichung. Die Integrity Blades mit dem Intel Quad Core Itanium 9300 Mikroprozessor lassen sich passgenau in jedes BladeSystem c7000 oder c3000 Gehäuse reinschieben, wo sie sich direkt neben ProLiant Xeon oder Opteron Blades befinden können. Das neue Superdome 2 Gehäuse bedient sich der Eigenschaften des BladeSystem c7000 und ergänzt die fehlertolerante Superdome 2 Crossbar Fabric. Egal ob man nun einen Lüfter, ein Netzteil, eine I/O-Karte wartet oder den Onboard Administrator oder das Insight Display benutzt, überall ist die Bedienung gleich. Es muss nur ein Team geschult werden und schon kann alles aufgestellt werden, vom kleinsten scale out x86 Blade bis zum Superdome 2.
Ich sprach mit einem langjährigen Superdome-Kunden, welcher für all seine x86 auf Bladesystem standardisiert hatte. Nachdem sie Superdome 2 sahen, sprachen sie sofort über die Einsparungen, die sie realisieren würden. Es handelt sich hier um eine sehr effiziente IT-Organisation, welche ihre Rechenzentren rigoros standardisiert hat. Aber als ein Superdome aufgestellt werden sollte, war alles anders. Die Luftzufuhr war anders. Es musste ein Elektriker gerufen werden, um es auf eine andere Weise mit dem Subpanel zu verkabeln. Das Superdome-Gehäuse passte nicht in das Rack oder in die Sprossenteilung. Es hatte eine separate Management-Station, aber nichts anderes war deren geschäftskritischer Anwendung gewachsen.
Sobald sie den Superdome 2 sahen, welcher in die Standard Racks passt, sich genauso wie ein BladeSystem verkabeln lässt, mit den gleichen Austausch-Komponenten, der gleichen lokalen Verwaltungsbedienfläche und derselben Insight Suite Software, sahen sie Einsparpotential. Sie konnten ihre gesamte EDV-Umgebung auf BladeSystem und Superdome 2 standardisieren und dazu noch ihre HP-UX 11iv3 Anwendungen direkt auf die neuen Systeme verschieben.
Aber was ist mit den Labels auf den PA-RISC HP9000 Servern? Wir entwickelten auch dafür eine Lösung. Dank der auf unseren Secure Resource Partitionen basierenden HP9000 Container ist ein Transfer der alten Umgebungen so einfach wie noch nie zuvor. Es ist fast so, als würde man durch das Rechenzentrum gehen, die Aufkleber abkratzen und in die BladeSystem-Gehäuse fallen lassen. Und jeder abgekratzte Aufkleber setzt Ressourcen frei. Es senkt den Energieverbrauch, den Platzverbrauch, und wohl am wichtigsten, senkt es die Arbeitsbelastung der Angestellten, welche nun etwas Neues lernen können.
Was denken Sie zu Kirk's Gedanken? Teilen Sie seine Ansichten? Kommentieren Sie auf unserem Blog. Oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.





